Natürlich aufwachsen mit Marengo

Welpenbande
 

Natürliche Fütterung ohne synthetische Zusatzstoffe

Wachstumsstörungen bei Welpen und Junghunden sind ein altbekanntes Problem, das sich hält. Weder die industriell erzeugten Trocken- und Nassfutter noch das BARFen haben sie verhindern können.
Unserer Ansicht nach enthalten die meisten Alleinfutter für Welpen eine zu hohe Menge an synthetischen Vitaminen und Mineralstoffen – hier insbesondere Calcium in Verbindung mit synthetischem Vitamin D3. Dadurch können sich Fehl- bzw. Überversorgungen bei diesen wichtigen Mikronährstoffen ergeben.
Beim BARFen, das nicht so einfach durchzuführen ist, wie es oft dargestellt wird, kann es leicht zu Mangelversorgungen einzelner Nährstoffe kommen, wenn die Rationen nicht sachgerecht zusammengestellt werden. Die Beigabe von synthetischen Vitamin- und Mineralstoffpräparaten – eine häufig gewählte prophylaktische Maßnahme – kann wiederum zu Fehl- und Überversorgungen führen.

Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden, der bereits seit über 20 Jahren Erfolg zeigt. Wir verzichten komplett auf synthetische Zusätze und gestalten unsere Rezepturen moderat im Eiweiß- und Calciumanteil. In Verbindung mit artgerechten, qualitätvollen Zutaten wird so der Weg für ein gesundes und natürliches Heranwachsen der Hunde gelegt.

 

Wachstumsstörungen als ein Zusammenspiel vieler Ursachen

Genetische Disposition

Fütterungsunabhängige Ursachen

Fütterungsabhängige Ursachen

In diesem Zusammenhang sollen die wichtigsten Punkte dieses Themas in Verbindung mit dem ganzheitlichen Marengo Fütterungsansatz gebracht werden. Von wesentlichem Interesse sind hierbei die Themen: Eiweißversorgung, Calciumversorgung, Futtermenge. Falls Sie sich eingehender mit dem Thema „Knochenstoffwechsel-Entgleisungen im Wachstum“ und anderen fütterungsunabhängigen Ursachen auseinandersetzen möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

 

Eiweißversorgung

Lange Zeit enthielten die meisten Hundetrockenfutter für junge Hunde einen Eiweißanteil von 30-36%. Erfahrungen aus der Praxis zeigten aber bald, dass ein zu hoher Rohproteingehalt bei vielen Rassen infolge einer Nierenüberlastung zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führte (siehe auch Eiweißüberversorgung)
Gerade im Zusammenhang mit häufig eingesetzten minderwertigen Proteinquellen, die wiederum eine erhöhte Belastung für die Nieren darstellen, traten zunehmend mehr Probleme im Bereich des Knochenstoffwechsels und des Sehnen- und Bandapparates beim Junghund auf.

Heutzutage verfallen viele Hundebesitzer in Bezug auf Trockenfutter leider oft ins Gegenteil. Gerade bei großen Rassen wie Irish Wolfhounds, Neufundländern etc. füttern viele Hundebesitzer auch bei Welpen kein spezielles Juniorfutter mehr, sondern wählen ein Futter, das zum Teil weniger als 20% Rohprotein enthält. Dass dies langfristig gesehen zu erheblichen Mangelversorgungen und zu dementsprechender Ausbildung von Krankheitssymptomen führen kann, liegt auf der Hand. Insbesondere wenn man bedenkt, dass schon der erwachsenene Hund nicht dauerhaft mit einem Rohproteingehalt von unter 20% auskommt, ohne dass Probleme auftreten.
Vielleicht sollte man sich an dieser Stelle daran erinnern, dass der Hund von Natur aus Fleisch frisst und kein Vegetarier ist. In den meisten Fällen, in denen Hundebesitzer von erfolgreicher Aufzucht oder Haltung mit einer derartig niedrigen Eiweißversorgung berichten, tritt bei intensivem Nachfragen zutage, dass neben dem Trockenfutter z. B. noch Frischfleisch, eiweißhaltige Leckerchen, Hundekuchen oder ähnliches gefüttert wird. Dadurch fällt der Eiweißgehalt der Gesamtration dann aber wieder in den Normalbereich.

Das ganzheitliche Marengo Fütterungskonzept empfiehlt in den ersten 6-8 Lebensmonaten bis zu dem Zeitpunkt, wo der größte Teil des Höhenwachstums abgeschlossen ist, einen Rohproteingehalt, der zwischen 24-28% liegt. Da die Natur nun einmal gerade in den ersten 6 Lebensmonaten ein enormes Höhenwachstum vorsieht, braucht der stark wachsende Organismus mehr Eiweiß als der eines erwachsenen Hundes.
Die oft gefürchtete Gefahr des künstlich beschleunigten Wachstums und der damit verbundenen Ausbildung von fehlstrukturiertem Knochengewebe besteht erst bei einer wirklichen Eiweißüberversorgungen mit Rohproteingehalten von mehr als 30% und/oder bei Verwendung von minderwertigen Rohproteinquellen.
U. a. aus diesem Grund wird im beim Marengo Hundefutter konsequent auf hochwertige, stoffwechselentlastende Eiweißquellen zurückgegriffen, die darüber hinaus eine Versorgung auch mit essentiellen Aminosäuren (Eiweißbausteinen) gewährleisten.

Die Marengo Juniorfuttersorten sollten solange gefüttert werden, bis der Hund den größten Teil seines Höhenwachstums abgeschlossen hat. Dies ist in der Regel im 6.-8. Lebensmonat der Fall. Je nach Entwicklungsphase, individueller Futterverwertung und Bewegungsaktivität des Hundes sollte der Hundebesitzer dann auf die eiweißärmeren Sorten Marengo Premium oder Marengo Native Way bzw. bei sehr genügsamen Hunden auf Marengo Classic wechseln.
Es gibt aber auch durchaus Hunde, die bis zum 12. Lebensmonat hervorragend mit dem Juniorfutter zurecht kommen und die aufgrund ihrer ganzen Stoffwechselkonstitution einfach längere Zeit einen höheren Rohproteingehalt benötigen. Hiervon sind häufig Hunde wie z. B. der Dobermann und alle anderen Rassen betroffen, die während des Wachstums zum Teil sehr große Mengen an Futter benötigen.

 

Calciumversorgung (im Zusammenhang mit synthetischem Vit. D3 und Vit. A)

Auch das Thema Calciumversorgung beim heranwachsenden Hund wird ständig kontrovers diskutiert.
Lange Zeit wurde auch bezüglich dieses Themas nach dem Motto „viel hilft viel“ verfahren. Die Güte eines Hundefutters wurde an der Höhe seines Eiweiß- und Calciumgehaltes gemessen. Zunehmend mehr Probleme im Bereich des Knochenstoffwechsels, Vorreiter wie Klaus-Dieter Kammerer insbesondere mit seinem Buch „Der Jahrtausendirrtum“ und die praktischen Erfahrungen von Tierärzten, Züchtern und Hundebesitzern sowie auch intensive Untersuchungen aus dem Nutztierbereich, haben glücklicherweise eine Trendwende eingeleitet.

Primäre Mineralstoffunterversorgungen (hiermit sind nicht Störungen bei der Aufnahme von Mineralstoffen im Darm, sogenannte Malabsorptionsprobleme, gemeint) sind bei der Verfütterung eines Hundetrockenfutters nahezu ausgeschlossen und treten in der Regel nur selten und dann im Zusammenhang mit selbst zusammengestellten Futterrationen auf.

Das weitaus größere Problem sind Mineralstoffüberversorgungen, insbesondere die Calciumüberversorgung . Mineralstoffüberversorgungen treten vor allen Dingen bei Calciumwerten im Hundefutter von über 1% auf – und dann im Zusammenhang mit synthetischem Vit. D3 und Vit. A. Durch ein Zuviel an Calcium und die unnatürlich stark angeregte Aufnahme des Calcium im Darm durch synthetisch zugesetztes Vit. D3 und Vit. A, kann es zu einer nachhaltigen Störung des Mineralstoffwechsels kommen. Das gleiche Problem kann in noch größerem Maße bei Verabreichung von Kalkpräparaten entstehen.

Das ganzheitliche Marengo Fütterungskonzept verzichtet bei angemessenem Calciumgehalt gänzlich auf den Zusatz von synthetischen Vitaminen und Spurenelementen im Futter. Der natürliche Gehalt an Vitaminen und Spurenelementen, garantiert durch die Hochwertigkeit und Vielfältigkeit der verwendeten Ausgangsstoffe, sorgt für eine ganz natürliche und nicht künstlich forcierte Aufnahme von Nährstoffen im Darm. So werden fütterungsbedingte Dysfunktionen – u. a. im Calciumstoffwechsel – vermieden, in deren Folge es zu Knochenstoffwechselentgleisungen und anderen Problemen kommen kann. Zudem wird ganz natürlich eine funktionstüchtige Immunabwehr aufgebaut. Diese ist eine weitere wichtige Voraussetzung für ein gesundes Heranwachsen des Hundes.

Infos zum Thema Spezielles Futter abhängig von Rasse & Größe?

 

Futtermenge

Bezüglich der Futtermenge kommt es ungewöhnlicherweise relativ häufig zu Problemen.
Die beim Marengo Hundefutter angegebenen Tabellenwerte sind Durchschnittswerte, die in der Praxis ermittelt wurden. Sie geben dem Hundebesitzer nur einen ungefähren Anhaltspunkt. Die tatsächlich benötigte Futtermenge ist abhängig von der individuellen Konstitution des Hundes, des Alters, der Entwicklungsphase, seiner Futterverwertung und der Bewegungsaktivität.
Junge Hunde sollten immer gut genährt aussehen, das heißt: sie dürfen nicht so dünn sein, dass man die Rippen sehen kann, aber die Rippen sollten mit der flachen Hand ohne Probleme fühlbar sein. Bei der Futtermenge ist das Gefühl und die Beobachtungsgabe des Hundebesitzers gefragt, die durch keine Tabelle dieser Welt ersetzt werden können.

Das Problem einer zu geringen Futtermenge tritt leicht bei Hunden auf, die im Wachstum das 3-5fache der Futtermenge benötigen im Vergleich zu erwachsenen Tieren. In diesen Fällen ist für viele Hundebesitzer unbegreiflich, welche Unmengen ein so junger Hund in Relation zu seinem Körpergewicht benötigt, um gesund aufzuwachsen. Eine zu geringe Futtermenge führt leicht zu schweren Wachstumsstörungen, Stoffwechselproblemen und allgemeiner Immunschwäche.

Eine zu hohe Futtermenge bringt langfristig gesehen eine Verfettung der inneren Organe sowie viele verschiedene Formen von Wachstumsstörungen mit sich. Aber auch schon leichtere Symptome wie breiiger Kot, Blähungen und andere Verdauungsprobleme stehen häufig in Zusammenhang mit einer zu reichlich bemessenen Mahlzeit.
Darum empfehlen wir in allen Fällen von Verdauungsstörungen, sich zu fragen, ob die Futtermenge nicht vielleicht zu hoch war.

Fütterungsweise bei Welpen:
Der junge Welpe, der vom Züchter geholt wird, frisst in der Regel in den ersten 14 Tagen nicht besonders gut. Die totale Umstellung seiner Situation, eventuelles Heimweh, aber auch die innere Aufregung, weil alles um ihn herum so neu und interessant ist, lassen den Appetit bei vielen Welpen zuerst einmal etwas zurückgehen.

Dies ist ganz normal und sollte den Hundebesitzer gerade in dieser Zeit nicht dazu verleiten, dem ausgesuchten Futter ständig geschmacksintensivierende Zusätze, Leckerchen oder sonstige ungeeignete Ergänzungen zuzusetzen.

Ein gesunder Welpe fängt aus instinktivem Überlebenstrieb ganz von alleine an, das ihm angebotene Futter aufzunehmen (auch ohne intensive Geschmacksverstärker!). Fehler, die man in den ersten Tagen und Wochen bei der Fütterungstechnik macht, kann man häufig das gesamte Hundeleben lang nicht wieder korrigieren.

Die meisten nörgeligen Fresser sind selbst gemacht!
Viel wichtiger als Geschmacksverstärker sind die richtigen Fütterungstechniken. Je nachdem wie häufig Sie den Welpen füttern wollen (in der Regel anfangs 3-4 mal pro Tag), sollte dies nach der Bewegung und dem Toben geschehen. Der Appetit ist dann größer, und Magenirritationen durch zu starke Bewegung mit vollem Bauch können so vermieden werden.
Dem Welpen sollte dann das Futter in einer ruhigen Umgebung für ca. 5-10 Minuten angeboten werden. Wichtig ist, dass der Welpe nicht durch spielende Kinder, allgemeine Hektik oder sonstiges (Welpen lassen sich auch gerne vom Frauchen oder Herrchen ablenken) abgelenkt wird.

Am besten entscheidet man sich für einen bestimmten Raum, in den das Futter gestellt wird, und lässt den Welpen dann wirklich für diese Zeitspanne ganz allein. So lernt der Welpe ganz schnell, dass er in aller Ruhe fressen soll und auch kann. Zudem wird ihm so beigebracht, dass er keinen "erpresserischen" Einfluss auf seinen Besitzer ausüben kann, indem er erst einmal sein Futter verweigert und wartet, ob noch etwas besonders Leckeres anstelle seines Futters aufgetischt wird.

Nach 5-10 Minuten (abhängig von der Fressgeschwindigkeit und der aufzunehmenden Futtermenge) entfernen Sie den Futternapf. Hat Ihr Welpe etwas übrig gelassen, so kürzen Sie die Ration zu dieser Tageszeit genau um die übergelassene Menge. Hat der Welpe alles aufgefressen und kann er vom Futterzustand noch mehr Futter vertragen, so erhöht man die Futtermenge zu dieser Tageszeit in kleinen Schritten, bis er zum ersten Mal etwas übrig lässt.
Lässt er etwas übrig, kürzt man die Futtermenge wieder etc. Wichtiger Grundsatz ist, dass der Welpe nach dem Fressen immer vor einem leeren Fressnapf steht. Das ist der beste Garant für einen stets guten Appetit.

Fängt der Welpe an, zu einer bestimmten Tageszeit kein oder nur noch sehr wenig Futter aufzunehmen, so kann man diese Mahlzeit ohne Bedenken auslassen – vorausgesetzt, der allgemeine Futterzustand ist in Ordnung. Für ein gesundes Wohlbefinden ist eine längere Ruhephase nach dem Fressen stets einzuplanen. So können gefährliche Magendrehungen, aber auch andere Magen-Darm-Probleme von der fütterungstechnischen Seite am besten ausgeschlossen werden.

Fütterungsweise bei Junghunden

Grundsätzlich gilt das oben für Welpen Gesagte auch für Junghunde. Füttern Sie Ihren Hund zu fest eingeplanten Tageszeiten nach der Bewegung und planen Sie auch hier mindestens ca. eine 1-2stündige Ruhephase ein.
So kann das Futter optimal verdaut werden und Magen-Darm-Irritationen werden verringert. Auch ein erwachsener Hund sollte sein Futter freudig und ohne Ablenkung aufnehmen können und wollen.

Weitergehende Infos unter

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co. KG
Aktualisiert April 2016

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