Risiken synthetischer Vitamine

Der Begriff „synthetische“ Vitamine stand und steht auch heute noch im Kreuzfeuer der Diskussion. Lange Zeit wurde die unterschiedliche Wirkungsweise synthetisch hergestellter Vitamine gegenüber natürlichen Vitaminen von vielen Futtermittelherstellern, Tierärzten und Futterexperten geleugnet. Mittlerweile belegen mehrere Studien, insbesondere die Finnische Raucherstudie und die Carrey-Studie, dass es deutliche Unterschiede in der Wirkungsweise gibt. Darüber hinaus decken diese Studien auch auf, dass ein erkennbares Gesundheitsrisiko von synthetischen Vitaminen ausgeht.

Bitte lesen Sie Grundsätzliches zur unterschiedlichen Wirkungsweise von natürlichen und synthetischen Vitaminen unter Ende des Mythos Vitamine

Graphik Hund von links
 

Produktion von synthetischen Vitaminen

Heutzutage wird das Gros an synthetischen Vitaminen (im Jahr 2002 bereits zwischen 150.000 und 200.000 Tonnen weltweit jährlich) schon längst nicht mehr wie zu Anfang aus natürlichen Komponenten wie Getreide, Obst und Gemüse gewonnen. Die Industrie bedient sich weitaus kostengünstigerer Quellen.

SSo hat man es z. B. geschafft, durch intensive Genmanipulation das Unkraut Gänserauke (Ackerschmalwand) zu einem ungeahnt günstigen Vitamin E-Produzenten umzupolen. Vergessen hat man hierbei die beunruhigende Tatsache, dass es in der Natur nicht nur diese eine Art des Vit. E gibt, die jetzt zufällig gut und günstig im Labor nachgebaut werden kann. Als Vit. E bezeichnet man eine Reihe von chemisch nahe verwandten Stoffen (Tocopherole), die natürlicherweise eine breite Vielfalt haben. Die Einengung auf eine Variante bringt darum zweifelsohne auch ein reduziertes Wirkungsspektrum mit sich.

Leider stellt sich auch niemand die Frage, ob das mithilfe der genmanipulierten Vitaminproduktion hergestellte Produkt nicht doch noch ungeahnte andere und unerwünschte Nebenwirkungen hat. Gerade im Bereich der Genmanpulation ist das Risiko von nicht vorhersehbaren Folgen hoch. So ging man bis vor kurzem z. B. davon aus, dass genmanipulierter Bt-Mais – ein Mais, der durch eine gentechnische Veränderung einen insektiziden Stoff (Bt-Protein) bildet, der bestimmte Fraßinsekten abtötet – seinen Hauptschädling mit Namen Wurzelbohrer erfolgreich abtöten könne und so ein hoher Ernteertrag gesichert sei. Neueste Untersuchungen fanden heraus, dass der Wurzelbohrer schon jetzt resistent gegen das im genmanipulierten Mais produzierte Gift geworden ist – und somit gestärkt aus dem Kampf gegen die hochgelobte Genmanipulation kommt. Es bleibt zu hoffen, dass sich zumindestens die Behauptung bewahrheitet, dass durch den Genmais produzierte Gift schade anderen Tieren und dem Menschen nicht.

Doch auch andere Methoden der synthetischen Vitaminproduktion sind bekannt. So wird der genmanipulierte Heubazillus (Bacillus subtilis) zur biotechnologischen Gewinnung von Riboflavin (Vitamin B2) eingesetzt. Weiter dient Ochsenfroschhaut als Hilfsstoff zur Bereitstellung von Pteridinen, der Basissubstanz zur Herstellung von Folsäure, in deren Genuss insbesondere schwangere Frauen kommen, um das ungeborene Kind vor Erkrankungen und Mißbildungen zu schützen.
Auch für die Herstellung von Vitamin B12 kamen und kommen zum großen Teil noch Biostoffe aus Tierkadavern zum Einsatz. Wir empfehlen als weiterführende Literatur zu diesem Thema das Buch „Vitaminschock“ von Dr. Hans-Ulrich Grimm oder einen Blick auf die Seite des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.), das von dem bekannten Lebensmittelchemiker Udo Pollmer geleitet wird.

Seltsamerweise scheint der Stein der Weisen für die Gesunderhaltung von Mensch und Tier statt in einer natürlichen Ernährung in der Mixtur von genmanipulierten Mikroben, Tierkadavern und Pflanzen aus der Retorte zu liegen.

 

Beispiel Vitamin A und Beta-Carotin (Pro Vitamin A)

Der Begriff Vit. A umfasst verschiedene chemisch verwandte Stoffe wie z. B. Retinol, Retinal und Retinsäure, wobei Retinol die biologisch aktivste Form darstellt. Vit. A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann in der Leber gespeichert werden.
Vit. A beeinflusst im Organismus u. a. die Bildung des Sehpurpurs und den Aufbau von Haut und Schleimhäuten. Es unterstützt auch aktiv den Knochenstoffwechsel. Darum hat Vit. A auch einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum. Zudem ist Vit. A für die Fortpflanzungsorgane von wichtiger Bedeutung, da es an der Bildung von Spermazellen und der Regulation des Zyklus der Hündin beteiligt ist.

Natürlicherweise kommt Vit. A in tierischen Nahrungskomponenten wie Leber, Fleisch, Milch, Ei etc. vor. Der Organismus des Hundes ist darüber hinaus in der Lage, im Verdauungstrakt aus den sogenannten Carotinoiden (Vorstufen des Vitamin A, auch als Pro Vitamin A bezeichnet) wie z. B. Beta-Carotin aktives Vit. A selbstständig zu synthetisieren. Carotinoide sind in pflanzlichen Futterkomponenten wie Gemüse und Getreide in hohen Mengen enthalten. Aus diesem Grund kann es unter normalen Umständen zu keinem ernährungsbedingten Mangel an Beta-Carotin bzw. Vit. A kommen – u. a. bedingt durch die Fähigkeit des Hundes, Beta-Carotin in Vit. A umzuwandeln.

Obwohl ein Vit. A-Mangel nicht zu erwarten ist, sind die heutigen Trockenhundefutter in der Regel mit enorm hohen Konzentrationen an synthetischem Beta-Carotin und Vit. A angereichert. Zum einen werden hierdurch nach unserer Ansicht fragwürdige Bedarfswerte garantiert. Zum anderen beruht dies insbesondere auf dem Umstand, dass Beta-Carotin als Antioxidans zum Haltbarmachen des Futters genutzt wird. Hierbei wird diesem synthetischen Vitamin (oder auch anderen vergleichbaren) dann gerne das positive Image eines „natürlichen“ Antioxidans oder sogar „Radikalenfängers“ gegeben. „Natürlich“ ist an einem in der Retorte hergestellten Vitamin sicherlich nichts mehr. Untersuchungen zeigen, dass man aufgrund der andersartigen Wirkungsweise auch die Wirkung als Radikalenfänger im Organismus nicht mit der eines rein natürlichen Vitamins gleichsetzen kann.

   

Studien zur Wirkung von synthetischen Vitaminen

Finnische Raucherstudie (Finnland Studie)


In der sogenannten Finnlandstudie verabreichte man dreissigtausend Rauchern (Raucher werden im Allgemeinen einer besonders durch Freie Radikale gefährdeten Zielgruppe zugeordnet) täglich 20 mg synthetisches Beta-Carotin, um die Anfälligkeit für Lungenkrebs zu senken.

Resultat der Studie: die Lungenkrebsrate stieg um 18%, die Sterblichkeitsrate um 8%.

Carrey-Studie


Während einer weiteren Studie verabreichte man einer Gruppe von Rauchern und Asbestarbeitern täglich 30 mg synthetisches Beta-Carotin und 250000 IE
Vitamin A.

Resultat der Studie: die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, da die Anzahl an Lungenkrebsfällen um 28% stieg, die Anzahl an Lungenkrebstoten um 46%.

Fazit

Wenn man nun bedenkt, dass die Menge an in der Finnischen Rauchersudie synthetisch zugesetztem Beta-Carotin umgerechnet dem natürlichen Beta-Carotin-Gehalt von 30 g Möhren i. d. TS (Trockensubstanz), also 120 Gramm i. d. FS (Frischsubstanz), entspricht, nimmt einem dies geradezu den Atem. Man fragt sich unwillkürlich: Vergiften wir unsere Hunde letztendlich selbst im guten Glauben, das Beste zu tun?

Diese Studien belegen eindeutig, dass natürliche und synthetische Vitamine weder identisch sind noch auf gleiche Weise im Organismus wirken. Gerade am Beispiel von Beta-Carotin kann man deutlich erkennen, dass die Natur ein fein ausgeklügeltes System hat, das nicht ohne Gefahr mithilfe von Gentechnologie, einigen Mikroben und Kadaverresten imitiert werden kann. Wie könnte ansonsten eine so geringe Menge an Beta-Carotin – wie in der Finnischen Raucherstudie eingesetzt – derart verheerende Folgen haben?

Graphik Blume  

Was bietet Marengo?

Im Marengo Hundefutter wird konsequent auf die Anreicherung mit synthetischen Vitaminen und Provitaminen verzichtet. Durch das moderne schonende Herstelllungsverfahren bleiben die natürlichen Vitamine aus den hochwertigen Rohstoffen nachweislich erhalten. Natürliche Vit A Quellen im Marengo Hundefutter sind u. a. auch Ziegenmilch und Bio-Rinderlebermehl.

Marengo garantiert:

  1. kein Zusatz von synthetischen Vitaminen und keine Verwendung von genmanipulierten Roh- oder Zusatzstoffen
  2. ausgewogene Versorgung mit natürlichen Vitaminen
  3. keine unerwünschten Wechselwirkungen innerhalb des Vitaminstoffwechsels durch synthetische Substanzen
  4. natürliche Förderung des hormonellen Gleichgewichts

Weiterführende Infos finden Sie unter

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co. KG
Aktualisiert Juli 2014

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