Risiko synthetische Zusatzstoffe - Schnee von gestern?

Wo bleibt das Vertrauen in die Natur?
Das Image synthetischer Zusatzstoffe hat sich in den letzten 10 Jahren erheblich gewandelt. Einst für jeden naturverbundenen Hundeliebhaber verpönt, trauen sich heutzutage nicht einmal mehr die meisten BARFer ohne synthetische Vitaminzusätze einer natürlichen Fütterung nachzugehen. Die Verwendung von synthetischen Zusatzstoffen ist mittlerweile alltäglich geworden, da die Industrie es erfolgreich geschafft hat, den Eindruck zu erwecken, dass den Hunden ohne synthetische Zusatzstoffe etwas fehlt und dass es auch angeblich keinerlei Risiken mehr gibt, im Gegenteil.

Heilsbringer und 'künstliche Natürlichkeit'?
Synthetische Vitamine sind selbst im Bio-Hundefutter erlaubt, Antioxidantien werden per se vielen Rohstoffen (Fleischgrundlagen, Fetten, Ölen) beigemengt, angeblich 'natürliche Antioxidantien' als 'Immunsystemstärker' im Hundefutter, lassen unsere Hunde um ein Vielfaches höher springen und eine Unzahl an 'Wunderzusatzstoffen' wie Präbiotika, Topinambur, Psyllium bishin zu Yucca Schidigera, mit denen wir und unsere Hunde tagtäglich konfrontiert werden, versprechen Gesundheit und suggerieren eine Art 'künstliche Natürlichkeit'. Bleiben Sie kritisch und urteilen Sie selbst!

Hier können Sie sich über häufig verwendete Zusatzstoffe und deren Risiken für die Hundegesundheit einen Überblick verschaffen. Wählen Sie den für Sie jeweils interessanten Link.

Mopsrüde Titus by Erwin H.
 
Ob ein Futter nachträglich zugesetzte, synthetische Zusatzstoffe enthält, ist aufgrund der Vielzahl an Zusatzstoffen nicht immer leicht am ausgewiesenen Namen zu erkennen. Eindeutig ist eine Auflistung unter Formulierungen wie 'Zusatzstoffe je kg', 'Gehalt an Zusatzstoffen' auf dem FUTTERSACK (wichtig! nicht in allgemeinen Beschreibungen!), da sie wegen ihres toxischen Risikos ausweispflichtig sind! Unser Buchtipp zum besseren Erkennen von Zusatzstoffen anhand von E-Nummern und Namen: 'Echt künstlich' von Dr. Hans-Ulrich Grimm erhältlich bei uns im Online Shop.
 

Synthetische Vitamine

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Vit A, Beta-Carotin, Vit E, Folsäure usw.
  • Im Labor oft auf Basis von genmanipulierten Substanzen hergestellte synthetische Nachbauten von natürlichen Vitaminen zur Erreichung von fragwürdigen Tabellenwerten, die in der Regel auf Tierversuchen basieren.
  • Die Wirkungsweise von synthetisch hergestellten Vitaminen ist eine andere als die der natürlichen Vitamine in den Nahrungsmitteln. Studien (Finnland Studie, Carrey Studie) belegen, dass sie schon in relativ geringer Dosierung die Krebs- und Sterblichkeitsrate deutlich erhöhen. Zudem können sie derart intensiv in die Regulationsmechanismen des Organismus eingreifen, dass hormonelle Dysfunktionen sowie ein erhöhtes Risiko von Allergien und anderen Erkrankungen ausgelöst werden können.
 

Synthetische Antioxidantien

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • BHA (Butylhydroxyanisol), BHT (Butylhydroxytoluol)
  • Antioxidantien werden eingesetzt, um das Ranzigwerden von Fetten zu verhindern und sind in der Regel den Rohstoffen wie Fleisch, Fetten und Ölen schon beigemengt
  • BHA ist ein synthetisches Alkylphenol, das biologisch kaum abbaubar ist und sich vor allem im Fettgewebe anreichert. Es gilt als allergieauslösend, behindert Leberfunktionen, erhöht Blutfettwerte und kann bei Trächtigkeit selbst bis in den Fötus gelangen.
  • BHT ist ebenfalls ein synthetisches Erzeugnis, das sich als Stoffwechselgift im Fettgewebe anreichert. Es kann deutliche Veränderungen an Immunsystem, Schilddrüse und Leber auslösen, gilt als krebserregend, lebervergrössernd und allergieauslösend.
  • BHA und BHT sind in Säuglings- und Kindernahrung verboten, da sie Auslöser einer lebensgefährlichen Blausucht sein können, die zum Erstickungstod führen kann.
 

Sogenannte 'natürliche' Antioxidantien

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Vit E, Vit C, Beta-Carotin
  • Synthetisch hergestellte Vitamine, die ebenfalls ein Ranzigwerden von Fetten verhindern sollen.
  • Achtung, der Begriff 'natürliche Antioxidantien' ist irreführend, da es sich um synthetische Vitamine (Risiken siehe oben) handelt. Mit Natur hat das nichts zu tun!
  • Insbesondere wenn sie in Hundefutter als Antioxidantien dauerhaft in hohen Dosen eingesetzt werden, stellen sie ein erhebliches Risiko für die Gesundheit der Hunde dar.
 

Konservierungsstoffe

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Ameisensäure, Zitronensäure, Kupferverbindungen
  • Konservierungsstoffe sind Substanzen, die die Bildung von Bakterien, Schimmel und Mykosen verhindern sollen.
  • Konservierungsstoffe schädigen in der Regel die Darmschleimhaut und belasten den Stoffwechsel als Toxin wie z.B. Kupferverbindungen erheblich.
  • Kupfer ist schon bei leichtester Überdosierung stark zellschädigend bzw. eindeutig zelltoxisch und stellt aus diesem Grund eine Gefahr für Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit dar.
  • Nicht selten reagieren Hunde auf Konservierungsstoffe direkt allergisch in Form von Hautaffektionen oder Verdauungsstörungen.
 

Aroma-, Farb- und Geschmacksstoffe

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Eine Vielzahl an natürlichen, naturidentischen und künstlichen Stoffen.
  • Diese Substanzen werden einem Futter lediglich zugesetzt, um das 'Outfit' augenfreundlich zu gestalten sowie die Akzeptanz bei wenig schmackhaften (minderwertigen?) Zutaten zu erhalten.
  • Diese Stoffe steigern in der Regel den Appetit und forcieren so Übergewicht und Adipositas(Fettsucht).
  • Abhängig von der jeweilig verwendeten Substanz entsteht eine unnötige zusätzliche Stoffwechselbelastung insbesondere von Leber und Nieren, die auf Dauer Schäden nach sich ziehen kann.
  • Zudem besteht auch hier die Gefahr eine direkten allergischen Reaktion.
 

Präbiotika

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Oligofructose, Inulin bzw. insgesamt Oligofructide und Oligosaccharide
  • Nicht verdauliche Nahrungsbestandteile, die die Ansiedlung speziell erwünschter Darmbakterien in bestimmten Darmabschnitten fördern sollen.
  • Hauptnebenwirkung von Präbiotika sind Blähungen, die durch die erhöhten Gärungsvorgänge im Darm enstehen können, da unverdauliche Anteile dem Futter zugesetzt werden.
  • Warum sollte bei einem gesunden Hund über die Nahrung ein dauernder DIREKTER Einfluss in Form von Zusatzstoffen auf die Darmflora genommen werden? Ein ausgewogen zusammengesetztes Hundefutter macht dies überflüssig, weil eine natürliche Einregulierung der Mikroflora erfolgen kann. Ist die Darmflora nachhaltig gestört, fällt dies in den medizinischen Bereich und eine individuelle Behandlung und spezielle Diät ist angezeigt.
 

Kräuter-Wahnsinn & Exoten

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Kieselgur, Tonerde, Topinambur, Psyllium, Yucca Schidigera, Petersilie
  • Hierunter fallen für Hunde ungeeignete Kräuter oft mit medikamentöser Wirkung sowie exotische Komponenten, die dauerhaft eingesetzt werden.
  • Nicht jedes Kraut ist gut für den Hund! Auch bei natürlichen Komponenten wie Kräutern, Früchten und anderen Pflanzen ist nicht in jedem Fall eine positive Wirkung für den Hund garantiert. Die richtige Auswahl von Kräutern, die als Nahrungsergänzung und nicht als Medikament dienen, die Verträglichkeit und die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen sollte gründlich geklärt werden. Gerade bei einem dauerhaften Einsatz über das tägliche Futter ist hier Vorsicht geboten.
 

Interne Linkliste

Hintergrundinfos für Interessierte zum Thema 'synthetische Zusatzstoffe'

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