Risiko Calciumüberversorgung

Doggenwelpe und Labradorwelpe
 

Warum Risiko Calciumüberversorgungen?

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit, Plausibilität und Vergleichbarkeit von Nährstoffbedarfswerten erregt immer wieder die Gemüter. Dazu gehört ganz besonders der Calciumbedarf beim Hund. Vergleicht man die Bedarfsempfehlungen, so bleiben entscheidende Fragen ungeklärt. Warum kommt es teilweise zu erheblichen, nicht nachvollziehbaren Unterschieden? Warum wird je nach Gutdünken auf angenommene Mindestbedarfswerte eine willkürlich festgelegte Sicherheitszulage gerechnet? Und – sind die angeführten Studien zur Bedarfswertermittlung überhaupt ethisch zu verantworten? Welche Werte entsprechen eigentlich tatsächlich einer natürlichen und artgerechten Fütterung? Welche Calciumwerte sind innerhalb einer FRISCH-Fütterung zu wählen?

 

Calciumüberversorgungen vermeiden

Trockenfütterung
Der in Hundebesitzerkreisen wohl am häufigsten thematisierte Mineralstoff ist Calcium. Seitdem die Fütterung mit Fertigfutter in der Hundeernährung Einzug gehalten hat, haben sich die angeblich wissenschaftlich so exakt definierbaren Calciumbedarfswerte des Hundes zum Teil gravierend verändert.
Leider agierte man früher frei nach dem Motto „viel hilft viel“ . So wurden lange Zeit Empfehlungen gegeben, die zu den stark mit Calcium angereicherten Hundealleinfuttermitteln (meist in Verbindung mit Vit. D3) noch die Zugabe von Futterkalk, Calciumampullen etc. anpriesen – insbesondere für tragende bzw. laktierende Hündinnen und wachsende Hunde. Die Folge hiervon war nicht, wie von vielen Futterexperten, Tierärzten und Futtermittelherstellern versprochen, ein Rückgang, sondern eine Steigerung der Rate an Hunden mit Wachstumsstörungen, HD, Eklampsie, Knochenstoffwechselstörungen und anderen Erkrankungen.

FRISCH-Fütterung
Nicht nur im Bereich der Trockenfütterung, sondern auch im Bereich der FRISCH-Fütterung nehmen die Folgen einer überhöhten Calciumzugabe leider wieder zu. Auch hier werden aus mangelndem Vertrauen z. B. in eine reine und richtig durchgeführte FRISCH-Fütterung zunehmend mehr synthetische Vitamine und synthetische Mineralstoffzusätze inklusive Calcium in hohen Mengen eingesetzt, was nicht ohne Wirkung bleiben kann. Immer wieder weisen wir darauf hin, dass Natur auch wirklich Natur bleiben sollte. Die Verquickung einer natürlichen FRISCH-Fütterung mit synthetischen Zusätzen an Vitaminen und Mineralstoffen ist nicht nur inkonsequent – sie birgt auch viele Gefahren in sich.

Marengo geht hier schon seit Jahren mit Erfolg einen konsequent anderen Weg. Wir wählen moderate Calciumgehalte (erwachsene Hunde ca. 0,63%, Welpen und Junghunde ca. 0,73% in der Gesamtration) sowohl in unserer Trocken- als auch in unserer FRISCH-Fütterung (siehe unter FRISCH-Fütterung. So bieten wir eine bereits bewährte Alternative, die konsequent naturbelassen und artgerecht bleibt.

 

Aufgaben von Calcium im Organismus

Calcium übernimmt im Organismus nicht nur entscheidende Aufgaben innerhalb des Knochenstoffwechsels (Funktion und Stabilität des Skeletts), sondern es wird auch für die Blutgerinnung, für Muskelkontraktionen und innerhalb des Zellstoffwechsels benötigt. Der Calciumstoffwechsel ist naturgemäß eng mit dem Phosphorstoffwechsel verbunden. Der Calciumspiegel im Blut wird über die Hormone der Schilddrüse (Calcitonin) und der Nebenschilddrüse (Parathormon) streng einreguliert.

Generell kann man sagen, dass jede nachhaltige Irritation bzw. jeder nachhaltige unnatürliche Eingriff in dieses Regulationssystem – z. B. in Form von hohen Calciumgaben in Verbindung mit Vit. D3 – zu erheblichen Problemen führen und im Endeffekt Ursache für verschiedenste Erkrankungen sein kann.

 

Was passiert bei einer Calciumüberversorgung?

Ursachen
Durch hohe Calciumwerte im Futter in Verbindung mit synthetischem Vit. D3 kommt es zu einer allgemeinen, unnatürlichen Forcierung des gesamten Calciumstoffwechsels im Körper. Dadurch bedingt wird u. a. die Resorption von Calcium im Darm gesteigert. Der streng einregulierte Calciumspiegel kann durch eine ständige Calciumüberversorgung erheblich gestört werden, so dass es häufig zu generellen hormonellen Dysfunktionen kommt.

Kommt es zu einem Calciumüberschuss im Blut, reagiert der Organismus anfangs mit einer vermehrten Einlagerung von Calcium in dafür vorgesehenen Depots mit Hilfe der sogenannten Osteoblasten, um den Blutcalciumspiegel zu senken. (Aus diesen Depots kann das Calcium durch die Aktivität der sogenannten Osteoklasten bei Bedarf wieder reaktiviert werden.) Zudem wird dann häufig überschüssiges Calcium an ungeeigneten Stellen im Körper eingelagert, z. B. in der Muskulatur oder dem Unterhautzellgewebe, um den Blutcalciumspiegel wieder zu senken.

Wie kann es zu einer Schädigung des Skeletts kommen?
Bei einer anhaltenden Calciumüberversorgung in Verbindung mit synthetischem Vit. D3 kann es zu einer nachhaltigen Dysfunktion der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen kommen, die sich z. B. in einer fortdauernd verstärkten Calciumausscheidung über den Urin äußert. Dies führt nicht nur zur Leerung der Calciumdepots, sondern zieht letztendlich eine aktive, gefährliche Entmineralisierung der Knochen nach sich.

Darüber hinaus wird bei einer permanenten Calciumüberversorgung die Bildung von Osteoklasten eingeschränkt bzw. eingestellt, da der Calciumbedarf übersättigt ist. Kommt es nun zu einer Stresssituation für den Hund, wird er krank oder stehen Ereignisse wie z. B. eine Geburt an, steigt der Calciumbedarf schnell über die im Blut zur Verfügung stehende Menge an. Da die Anzahl der Osteoklasten nicht ausreicht bzw. keine Osteoklasten mehr zur Verfügung stehen, um Calciumreserven aus den Depots zu holen, entsteht in diesem Moment ein akuter Calciummangel, den der Organismus allein nicht mehr ausgleichen kann. Dieser Fall liegt z. B. bei der Eklampsie der Zuchthündinnen vor. (Hier kommt es durch eine permanente Calciumüberversorgung während der Trächtigkeit zu einem hochgradigen Calciummangel während bzw. kurz nach der Geburt, der in der Regel nur durch Calciuminfusionen aufzufangen ist.) Nebeneffekt einer permanenten Calciumüberversorgung kann darüber hinaus eine erhöhte Zellwanddurchlässigkeit sein, da in Stresssituationen nicht schnell genug Calcium zur Verfügung gestellt werden kann. Chronische Allergien, die auf Calciumgaben positiv ansprechen, sind in der Regel durch eine Calcium/Vit. D3 Überversorgung ausgelöst worden.

 

Auswirkung auf die Zinkversorgung

Ein weiterer Mineralstoff – genauer gesagt ein Spurenelement, das insbesondere für den Züchter und Haltern von jungen Hunden von Bedeutung ist – ist Zink. Unter anderem deshalb, weil Zink und Calcium im Stoffwechsel des Organismus eng miteinander verknüpft sind.

Zink ist im Organismus an den verschiedensten Stoffwechselvorgängen im Zusammenhang mit Kohlenhydraten, Lipiden, Proteinen und Nukleinsäuren beteiligt. Zink hat einen entscheidenden Einfluss auf die zelluläre Abwehr, die Fortpflanzungsfähigkeit und das Wachstum. Unter normalen Umständen ist ein Zinkmangel nicht zu erwarten, da Zink dem Organismus des Hundes wirklich nur in Spuren zugeführt werden muss und genau wie die meisten anderen Mineralstoffe und Spurenelemente auch durch die rüdesten Herstellungsprozesse wenig zu beeindrucken ist.

Entscheidend an Zink ist: es dient als Paradebeispiel für die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen innerhalb des Mineralstoffwechsels. Die Zinkabsorption, die unter normalen Umständen unproblematisch ist, kann durch hohe Mengen an Calcium, Eisen und Kupfer entscheidend gestört bzw. erheblich eingeschränkt werden. Wird z. B. ein Futter mit einem hohen Gehalt an Calcium, Eisen oder Kupfer gefüttert oder ergänzt man die Fütterung noch zusätzlich mit Vitamin- und Mineralstoffprodukten, Calciumpräparaten etc., kann dies in der Folge leicht zu Wachstumsverzögerungen, Hodenatrophie, Fortpflanzungstörungen, Haut- und Fellproblemen und zu Dysfunktionen im Immunsystem führen.

Eingedenk dieser Tatsache sollte man sich an dieser Stelle fragen, ob man durch die jahrelange Befolgung der Empfehlung, Futtersorten mit hohen Calciumwerten zu wählen und zusätzlich Calciumpräparate an Zuchthündinnen und Welpen bzw. Junghunde zu verabreichen, nicht letztendlich Fruchtbarkeitsprobleme, Wachstumsstörungen und einen Haufen anderer Probleme selbst provoziert hat – im guten Glauben, das Beste zu tun.

Weiterführende Infos finden Sie unter

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Aktualisiert April 2016

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