Infos rund um den Tierschutzhund

Portrait Dobermannhündin Johanna vermittelt über die Dobermann Nothilfe e.V.
 

Marengo und der Tierschutzhund

Immer mehr Hundefreunde entscheiden sich für einen Hund aus dem Tierschutz, sei es durch die Vermittlung über eine der vielen Tierhilfen oder aus dem Tierheim. Das Schicksal dieser Hunde ist oft von seelisch grausamen Ereignissen, körperlichen Drangsalen, Hunger und Krankheit geprägt gewesen. Darum benötigen diese Hunde eine besondere Aufmerksamkeit was Fütterung, Pflege und Haltung betrifft.
Auch Marengo engagiert sich in Form von Futterpatenschaften und Futterspenden schon seit vielen Jahren im Tierschutz. Dies einmal aus der Überzeugung heraus, dass der Tierschutzgedanke unbedingt unterstützenswert ist und jedes einzelne Hundeschicksal zählt, zum anderen auch, weil das Marengo Fütterungskonzept insbesondere für empfindliche oder mit chronischen Erkrankungen belastete Hunde sehr gut geeignet ist. Qualitätvolle Zutaten, der Verzicht auf die Beigabe von allen synthetischen Zusatzstoffen – auch synthetischen Vitaminen – und eine Vielzahl an seit Jahren bewährten Spezialdiäten schaffen eine optimale Basis für die Fütterung von Hunden aus dem Tierschutz.

 

Herz und Verständnis für Tierschutzhunde aus dem Ausland

Geleitwort von Frank Weber, Leiter Franziskus Tierheim Hamburg

Lieber Hundefreund,
Agost wurde erfolgreich vermittelt über Beschützerinstinkte.de wer einen Hund hat möchte sicherstellen, dass es seinem vierbeinigen Freund auch gut geht. Dazu gehört neben möglichst viel Beschäftigung und Auslastung auch eine artgerechte Ernährung. Idealerweise ist man überhaupt ein großer Tierfreund und möchte, dass es den Hunden im Allgemeinen gut geht, egal wo sie leben.

Deutschland gilt als sehr tierfreundliches Land. Besonders für die Hunde hat sich in den vergangenen Jahrzehnten unglaublich viel getan. Der klassische Hundesportverein mit Schutzhundarbeit ist in den Hintergrund getreten. Heute gibt man sich alle Mühe unsere Vierbeiner so zu erziehen, dass sie sich problemlos in unsere moderne Zeit einfügen. Der Besuch einer Welpenspielstunde ist selbstverständlich geworden, es werden spezielle Spielgruppen für Junghunde angeboten, die Vierbeiner stellen bei Agility ihr Können unter Beweis oder das musikalische Talent beim Dog Dancing. Die Rolle des Hundes in der Gesellschaft hat sich geändert.

Er ist kein Nutztier mehr, das den Hof bewacht, dem Jäger zur Seite steht oder die Schafherde zusammentreibt. Der moderne Hund ist ein freundlicher, sozialverträglicher Begleiter in allen Lebenslagen, eben ein Kumpel, der mit seinem Besitzer durch dick und dünn geht. Und das ist auch gut so.

Leider sieht die Lage für die Vierbeiner in anderen Ländern nicht so rosig aus wie bei uns. Ob in Griechenland, Spanien, Ungarn oder Rumänien, dort herrscht noch immer die Einstellung vor, dass der Hund ein Nutztier ist. Und so werden die Hunde auch behandelt. Wenn das Tier seinen Zweck nicht oder nicht mehr erfüllt, wird es entsorgt. Ohne Rücksicht darauf, was mit dem Tier geschieht. Einen nutzenversprechenden Nachfolger bekommt man dort an jeder Ecke. Wer dort Geld für eine tierärztliche Versorgung oder gar Kastration seines Hundes ausgibt, erntet bei der Nachbarschaft im günstigsten Falle ungläubiges Kopfschütteln. Zudem gilt ein kastriertes Tier dort nicht als vollwertig, aus welchen Gründen auch immer.

Diese Einstellung führt dazu, dass die wenigen Tierheime permanent völlig überfüllt sind. Und jeden Tag werden es mehr. Welpen werden kartonweise vor dem Tor abgestellt, und selbst große, erwachsene Hunde über den Zaun geworfen. Die Tiere werden entsorgt, als wären sie Müll. So waren es alleine in dem vom BMT (Bund gegen Missbrauch der Tiere) unterstützten Tierheime in Brasov, Rumänien, bis zu eintausend entsorgte Hunde, die von einer Handvoll Mitarbeitern versorgt werden mussten.

In meiner langjährigen Tätigkeit im Tierschutz habe ich in den „Tierheimen“ und Tötungsstationen unglaublich viel Leid und Elend gesehen. Die hilfesuchenden Blicke dieser Hunde, für die es keine Hoffnung gibt, lassen einen nicht mehr los. Wer ein Herz für Tiere besitzt und einmal diese Augen gesehen hat, kann und will diese Zustände nicht mehr ignorieren. Und es sind hunderttausende von Schicksalen, die in diesen Ländern unter unvorstellbaren Zuständen vor sich hin vegetieren.

Deutschland ist eines der einflussreichsten Länder innerhalb der Europäischen Gemeinschaft und hat damit auch die Verpflichtung übernommen, eine Vorreiterrolle zu spielen. Das gilt auch für den Tierschutz. Wir können uns nicht aus der Verantwortung stehlen und die bestehenden Probleme einfach ignorieren. Mit dieser Einstellung wären alle Bestrebungen, die seit Jahrzehnten in der Entwicklungshilfe für Menschen geleistet werden, ebenfalls in Frage gestellt.

Sie lieben Ihren Hund, ernähren ihn mit hochwertigem Futter und wollen nur das Beste für ihren vierbeinigen Kumpel. Und gerade deshalb bitte ich Sie, haben Sie ein Herz und Verständnis auch für die Hunde im Ausland.
Nur wenn alle Tierfreunde sich gemeinsam einsetzen, wird es hoffentlich bald allen Hunden in Europa so gut gehen, wie bei uns.

Frank Weber
Leiter Franziskus Tierheim Hamburg

 

Unsere Empfehlungen für den Tierschutzhund

 

Fütterung des Tierschutzhundes

Cash und Sina vermittelt über die Bobtail Nothilfe e.V.

Hunde aus dem Tierschutz sind häufig aufgrund ihrer Lebensgeschichte gesundheitlich vorbelasteter bzw. empfindlicher als Hunde, die unter „normalen" Verhältnissen aufgewachsen sind. Mangelversorgung – oft über einen langen Zeitraum, unbehandelte Erkrankungen und der durch die Lebenssituation bedingte Dauerstress hinterlassen nicht selten Schäden oder Empfindlichkeiten an Körper und Seele.
Neben Problemen an den Stoffwechselorganen, dem Verdauungstrakt und der Haut sind ebenfalls die sogenannten Mittelmeerkrankheiten und hierbei insbesondere die Leishmaniose eine weit verbreitete Erscheinung.

Grundsätzlich ist das Marengo Hundefutter aufgrund seiner Qualitätsmerkmale sehr gut für Hunde aus dem Tierschutz geeignet. Darüber hinaus stellen wir zahlreiche Diäten zur Verfügung, die sich im Fall einer vorliegenden Erkrankung wie z. B. der Leishmaniose schon seit Jahren bestens bewährt haben. Auch wenn keine Erkrankung, sondern „nur" ein schlechter Futter- und Allgemeinzustand vorliegt, kann z. B. die Marengo Aufbaufütterung zur Regeneration des Hundes einen großen Teil beitragen. Gerne beraten wir Sie auch persönlich und/oder erstellen einen individuellen Futterplan für Ihren Hund. Kontakt

Häufige Spezialdiäten für den Tierschutzhund
Aufbaufütterung
Leishmaniosediät
Nierendiät
Leberdiät
 

Pflege des Tierschutzhundes

Vorsicht mit chemischen Präparaten beim Tierschutzhund

Thor sucht noch ein neues Zuhause über Zuflucht für Notboxer e.V.

Durch die besondere Lebenssituation von Hunden aus dem Tierschutz ist es auch bei der Auswahl von Pflegemitteln oft besonders wichtig, auf belastende chemische Präparate zu verzichten, um Stoffwechsel und Immunsystem zu schonen und / oder bestehende Erkrankungen nicht noch zu verstärken.

Beispielsweise enthalten Präparate zum Aufträufeln bzw. Aufsprähen (Spot-On-Präparate) sowie Flohhalsbänder belastende Substanzen, die sich im Körper des Hundes anreichern und entweder in das Blut des Hundes oder über Haut und Fell fortlaufend in kleinen Mengen abgegeben werden.

Diese chemischen Antiparasitenmittel haben neben ihrer antiparasitären Wirkung immer auch nicht zu verharmlosende Nebenwirkungen. Enthaltene Kontaktgifte wie Fipronil oder Permethrin, die die Reizleitung der Nervenzellen der Parasiten unterbrechen und sie abtöten oder Lufenuron, das eine Entwicklungsstörung (Genveränderung) der Parasiten auslöst, können von Fell- und Darmirritationen über Leber- und Nierenrkrankungen bishin zu neurologischen Störungen unterschiedlichste Krankheitssymptome auslösen.

Die Wirksamkeit dieser chemischen Präparate wird durch die immer häufiger auftretenden Resistenzen der Parasiten gegen bestimmte Wirkstoffe zunehmend mehr in Frage gestellt, so dass der erreichte Schutz oft in keinem Verhältnis zu den erheblichen Nebenwirkungen gerade bei vorbelasteten Hunden steht.

Bitte bedenken Sie auch

 

Medizinische Versorgung des Tierschutzhundes

Maßvoller Umgang – weniger ist manchmal mehr

Franky ist in Dauerpflege bei Inselhunde in Not e.V.

Ein häufiger Fehler, der aus Sorge um die Gesundheit des Hundes gemacht wird, besteht darin, zuviel an Medikamenten chemischer oder auch pflanzlicher Natur einzusetzen.

Die Erfahrung zeigt, dass es oft sinnvoll ist, dem behandelnden Tiermediziner mitzuteilen, dass der Hund aus dem Tierschutz kommt, auch wenn durchgeführte Maßnahmen bzw. Therapien eventuell aus dem Vorleben „mitgebrachte" Symptome bereits behoben haben. Viele Hunde aus dem Tierschutz sind körperlich vorbelastet und eine maßvolle bzw. individuell besonders gut abgestimmte Medikamentation kann für die Gesunderhaltung enorm wichtig sein.

Gesagtes trifft auch für den eventuell notwendigen Einsatz von Wurmkuren, Antibiotika, Bachblüten und Phytomedikamenten zu. Besonders in Fällen, in denen eine dauerhafte Therapie mit Medikamenten angeraten wurde, wie z. B. mit Allopurinol bei Leishmaniose, sollte immer wieder neu und kritisch geprüft werden, ob eine Reduzierung (z. B. langsames Ausschleichen durch permanente leichte Verringerung der Dosis) bzw. ein Absetzen der stark belastenden Medikamente nicht im Zuge des Nachlassens bzw. Verschwindens der Symptome möglich ist.

Viele unserer Kunden, die anfangs mit einer lebenslangen Medikamentation ihres Tierschutzhundes gerechnet hatten, konnten unter fachmännischer Anleitung eines Tiermediziners, die Dosis dauerhaft auf ein geringeres Maß reduzieren. Manchmal konnte sogar nach einiger Zeit komplett auf Medikamente verzichten werden. Diese Alternative sollte man – trotz bzw. gerade – aufgrund der Sorge um die Gesundheit des Hundes nicht aus den Augen verlieren.

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co.KG
Aktualisiert April 2016

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