Die Ernährung der Katze

Grafik: braun getigerte Hauskatze
Für den Katzenhalter ist es manchmal schwierig, aus dem vielfältigen Angebot, das richtige Futter für seine Katze zu finden. Noch komplizierter wird es, wenn die Katze erkrankt. Schwer verdauliche Nährstoffe sowie unterschiedliche Zusatzstoffe in den verschiedenen Futtersorten wie Lock-Aromen, synthetische Vitamine, Konservierungsstoffe, etc. fördern zusätzlich die Entstehung von Allergien oder Magen-Darm-Erkrankungen.

Der Katzenhalter stellt sich also die Frage, wie kann ich meine Katze gesund ernähren?

Das Marengo Team hat sich dieser Frage angenommen.
Die gesunde und naturgemäße Fütterung der Katze, ohne belastende Zusatzstoffe, liegt uns am Herzen.
Wir haben deshalb die speziellen Verdauungs- und Stoffwechselvorgänge der Katze genauer analysiert und diese bei der Herstellung unserer Katzennahrung berücksichtigt.
Eine ausführliche Information über die besonderen Verdauungsvorgänge der Katze, welche Nährstoffe für sie wichtig sind und welche Krankheiten eine falsche Ernährung mit sich bringen kann, stellen wir Ihnen hier gern zur Verfügung.

Die Herkunft der Katze

Die Katze ist ein Jäger und gehört zu den Fleischfressern (Karnivoren).

Ihren Ursprung hat die Katze in der nordafrikanischen Wüste. Um das Überleben in der Wüste möglich zu machen, musste sich der Organismus der dort lebenden kleinen Wildkatze den Gegebenheiten anpassen. Daraus resultiert das spezielle Verdauungssystem sowie das eigenständige Wasserhaushalts- Regulierungssystem, welches die Wüsten-Wildkatze im Zuge der Evolution an unsere heutige Katze weiter vererbt hat.

Dies ist der Grund, weshalb sich die Katze von anderen Fleischfressern unterscheidet.

Das Verdauungssystem der Katze

Im Gegensatz zu den Pflanzenfressern (Herbivoren) und den Allesfressern (Omnivoren), fehlt der Katze die Amylase im Speichel, die dafür sorgt, dass die Verdauung von Stärke eingeleitet wird.
Die Zähne der Katze können die Nahrung zerreißen, schneiden, beißen und festhalten. Um pflanzliche Nahrung zu zerkleinern, fehlen der Katze die flachen Mahlzähne und sie kann ihre Kiefer nur eingeschränkt seitlich bewegen.

Die Katze frisst, im Gegensatz zu anderen Raubtieren, sehr langsam. Sie schlingt das Futter nicht herunter, sondern zerkleinert es gewissenhaft in aller Ruhe.
Der Magen der Katze kann kurzzeitig kleine Mengen Nahrung speichern. Damit der Magen nicht “überladen” wird, frisst sie viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.
Die Magensäure zersetzt die Nahrungsbestandteile im Magen.
Der Nahrungsbrei gelangt vom Magen in den Dünndarm. Die Katze hat, im Verhältnis zu ihrer Körpergröße, einen sehr kurzen Dünndarm. Hier werden die Proteine, Fette und Kohlenhydrate, mit Hilfe von verschiedenen Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse und der Leber, in Fettsäuren und Aminosäuren umgewandelt und ins Blut abgegeben.
Die Katze kann allerdings verschiedene Aminosäuren wie Taurin, Methionin und Arginin nicht selbst herstellen. Diese Aminosäuren sind ausschließlich in Fleisch enthalten. Auch Nicotinsäure sowie Arachidonsäure kann die Katze nicht selbst synthetisieren und darum ist sie darauf angewiesen, diese lebenswichtigen Nährstoffe über die Nahrung aufzunehmen.
Um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, werden in der Leber der Katze gluconeogenische Aminosäuren und das Fett aus der Nahrung desaminiert (Abspaltung) und in Glukose umgewandelt. Damit hält die Katze ihren Blutzuckerspiegel, praktisch ohne Kohlenhydrataufnahme, immer im Gleichgewicht. Dies ist eine besondere Form der Gluconeogenese, die ständig stattfindet - unabhängig davon, ob die Katze Nahrung zu sich nimmt oder nicht.
Beim Allesfresser dagegen steigt und fällt der Blutzuckerspiegel je nach Kohlenhydrataufnahme.

Für die Kohlenhydratverdauung aktiviert die Leber die Enzyme Hexokinase sowie Glukokinase.
Hexokinase wird grundsätzlich vom Organismus eingesetzt, wenn geringe Mengen Glukose verdaut werden müssen. Erst wenn größere Mengen an Glukose im Futter vorhanden sind, aktiviert der Körper die Glukokinase zusätzlich. Anders gesagt verfügt die Katze zwar über eine aktive Hexokinase, kann also geringe Mengen Glukose ohne Probleme verdauen, aber nicht über eine aktive Glukokinase, so dass die Kohlenhydratverdauung über ein bestimmtes Maß hinaus nur sehr begrenzt bzw. nur stoffwechselbelastend möglich ist.
Die Enzymaktivität in der Leber ist bei der Katze also vor allem auf die Verdauung von tierischen Proteinen und Fetten ausgerichtet. Selbst wenn die Katze keine Nahrung zu sich nimmt oder mit proteinarmer Kost gefüttert wird, drosselt die Leber ihre Enzymaktivität nicht. Das bedeutet, die Katze sollte niemals einer Fastenzeit ausgesetzt sein und benötigt eine proteinreiche Nahrung um gesund zu bleiben.

Am Dickdarm befindet sich der Blinddarm, der bei Pflanzenfressern sowie im geringen Maß auch bei Allesfressern die Aufgabe hat, pflanzliche Nahrungsbestandteile zu fermentieren.
Bei der Katze ist der Blinddarm nur ansatzweise vorhanden und hat keine Funktion. Pflanzliche Fasern, rohes Gemüse, etc. passieren den Magen-Darm-Trakt der Katze deshalb praktisch unverdaut und werden ohne Verwertung wieder ausgeschieden. Ein zu hoher Anteil an Kohlenhydrate in der Nahrung belastet demnach das Verdauungssystem der Katze enorm. Als Folge können Erkrankungen wie Fettleber, Diabetes, Übergewicht sowie chronische Darmerkrankungen entstehen.

Der Harntrakt der Katze

Den Lebensbedingungen in der Wüste musste sich der Organismus der Wildkatzen vor allem in Bezug auf die Wasseraufnahme anpassen. Die Wildkatze konnte deshalb mit wenig Trinkwasser auskommen. Ihren Wasserbedarf deckte sie weitgehend über die Nahrung, also ihre Beutetiere, ab.
Die Abfallprodukte im Harn wurden höher konzentriert und somit wurde weniger Wasser ausgeschieden, um den Wasservorrat im Körper so lange wie möglich zu halten. Durch dieses eigene Wasser-Regulierungssystem konnte die Wildkatze in der Wüste überleben.

Auch unsere heutigen Katzen regulieren ihren Wasserhaushalt noch immer auf diese Art, trinken naturgemäß wenig Wasser und beziehen ihren Wasserbedarf größtenteils aus der Nahrung.
Die Konzentration der Abfallprodukte im Harn, einschließlich der steinbildenden Kristalloide, ist abhängig von der Harnmenge. Die Harnmenge ist abhängig von der Flüssigkeitsaufnahme.
Nehmen Katzen also zu wenig Flüssigkeit aus der Nahrung auf, setzen sie weniger Harn ab, weil ihr natürliches Wasser-Regulierungssystem ja den geringen Wasservorrat speichern will. Das heisst, das spezifische Gewicht des Harns ist höher, da die Abfallprodukte im Harn, durch die geringe Harnmenge, noch stärker konzentriert sind. Dies fördert die Bildung von Harnsteinen und kann zu Erkrankungen des unteren Harntraktes führen.

Die natürliche Fleischnahrung der Katze enthält schwefelhaltige Aminosäuren sowie sehr wenig Kaliumsalze. Dadurch hat der Harn einen niedrigen ph-Wert, es werden also mehr Säuren ausgeschieden. In diesem sauren Millieu können sich idealerweise keine Harnsteine (Struvitsteine) bilden.
In vielen herkömmlichen Futtersorten befinden sich aber meist höhere Kaliumsalze, die den ph-Wert absenken, den Harn basisch machen und somit die Bildung von Harnsteinen (Struvitsteine) fördern.

Futtersorten, die sich Harn-ansäuerndes Futter nennen, sind eher kritisch zu betrachten, da man hier den Magnesium- und Kaliumgehalt massiv reduziert. Dies kann aber zum einen zu einem dauerhaften Magnesium- und Kaliummangel führen und zum anderen einen zu sauren Harn produzieren. Der Säure-Basen-Haushalt der Katze könnte dann vollkommen aus dem Gleichgewicht geraten, was wiederum zu Nierenerkrankungen führen kann.
Außerdem fördert ein dauerhafter Magnesiummangel die Bildung von Kalziumoxalatsteinen. Durch den niedrigen ph-Wert im Harn wird Kalzium gelöst. Naturgemäß behindert Magnesium, dass Kalziumoxalatsteine aus den gelösten Kalzium entstehen können.
Auch die Anreicherung des Futters mit Kalziumverbindungen oder Vitamin C ist eine gängige Methode zur Ansäuerung des Harns, die zwar zur Auflösung von Struvitsteinen führt, aber als Folge häufig die Bildung von Kalziumoxalatsteinen auslöst.
Das bedeutet, selbst wenn man mit Harn- ansäuerndem Futter die Bildung von Struvitsteinen verhindert, bilden sich dafür aber in dem entstehenden, basischen Milieu Kalziumoxalatsteine, die ebenfalls zu Erkrankungen im unteren Harntrakt führen.

Fütterung der Katze

Die natürliche Nahrung der Katze (kleine Beutetiere) enthält 65% - 75% Wasser, hat einen hohen Anteil an tierischen Proteinen und einen sehr geringen Anteil an Kohlenhydraten.
Stellt man die handelsüblichen Trocken- und Feuchtfuttersorten gegenüber, lassen sich Unterschiede in der Zusammensetzung der Nährstoffe erkennen.
Die verwertbaren Substanzen im Vergleich zeigen, dass im Trockenfutter ein niedriger Wassergehalt (unter 10%) und häufig ein höherer Kohlenhydratgehalt (ca. 45 %) vorliegt, während das Feuchtfutter einen hohen Wassergehalt (bis zu 80%) sowie einen niedrigen Kohlenhydratgehalt (ca. 6%) enthält. Der Anteil an enthaltenen Kohlenhydraten ist nur zum Teil herstellungsbedingt und insbesondere von der Rezeptur und den gewählten Komponenten abhängig.
Hinzu kommen meist noch Lock-Aromen, Konservierungsstoffe sowie verschiedene künstliche Zusatzstoffe, die sowohl im Feuchtfutter als auch im Trockenfutter eingesetzt werden.

Der Grund, weshalb einem handelsüblichen Futter pflanzliche Proteine (z. B. Soja) beigesetzt werden liegt darin, dass diese einfach kostengünstiger sind als hochwertige tierische Proteine. Leider wird dabei der Nährstoffbedarf der Katze nicht berücksichtigt.
Würde man dagegen den Kostenfaktor außer acht lassen, ließe sich die Herstellung eines artgerechten Trockenfutters für die Katze realisieren.

Zur Vorbeugung von Zahnsteinbildung bzw. Zahnfleischerkrankungen, können spezielle Leckerlies in Form von Trockenfutter hilfreich sein. Hierfür ist eine Menge von ca. 10% des Tagesbedarfs empfehlenswert.

Die Marengo Katzennahrung ist vollständig auf die individuellen Bedürfnisse der Katze abgestimmt.
Die Zusammensetzung der hochwertigen Nährstoffe im Marengo Katzenfutter ermöglicht eine naturbelassene Fütterung. Es enthält zu dem keine künstlichen Zusatzstoffe, keine synthetischen Vitamine, ist ohne Konservierungsstoffe und unterstützt deshalb die Gesunderhaltung der Katze in besonderem Maße.

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co. KG
Aktualisiert Mai 2012

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