Hintergrundinfos zu Kräutern

Info-Leitfaden zum Thema
Foto weißer Schäferhund im Lauf auf Kräuterwiese
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Kräuter und wie man sie sinnvoll einsetzt – denn nicht jedes Kraut ist gut für den Hund

Natürliche Komponenten wie Kräuter oder Früchte – viele denken da erst einmal, das kann wohl kaum schaden. Aber nicht jedes Kraut ist auch tatsächlich gut für den Hund. Eine positive Wirkung ist nämlich leider nicht immer garantiert. Auch Kräuter, so natürlich sie zuerst scheinen, sollten daher mit Bedacht ausgesucht werden. Die Verträglichkeit und die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen sollten dabei immer im Vordergrund stehen.

Gerade bei einem dauerhaften Einsatz im täglichen Futter ist hier Vorsicht geboten. Auch anscheinend harmlose Kräuter wie etwa Kamille, Petersilie oder Ackerschachtelhalm entfalten schnell eine leichte bis mittlere medikamentöse Wirkung. Daher ist ihr Einsatz nur zeitweilig und auch nur bei entsprechend kranken oder bedürftigen Hunden angezeigt – und dies nur unter therapeutischer Begleitung. Gesunden Hunden hingegen bringen solche Kräuter keinen Nutzen. Im Gegenteil, sie belasten Immunsystem und Stoffwechsel. Bedenklich ist auch der Einsatz von Gewürzkräutern wie Basilikum, Oregano, Paprika oder gar Cayennepfeffer, die lediglich als „natürliche” Lockstoffe bzw. als reine Geschmacksverstärker dienen. Sie haben keinerlei ernährungsphysiologischen Nutzen, reizen den Darm und wirken belastend auf den Stoffwechsel. Daher sind sie für die Hundeernährung ungeeignet.

Richtig eingesetzt, können Kräuter dem Hund aber viele Vorteile bieten. Die Vorfahren des Hundes nahmen Kräuter über das Fressen des Magen-Darm-Inhalts ihrer Beutetiere oder seltener auch direkt auf. Beide Möglichkeiten sind dem Hund heute in der Regel verwehrt. Kräuter enthalten aber eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sowie an pflanzlichen Sekundärstoffen, den sogenannten Phytaminen. Wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralien tragen auch Phytamine schon in kleinsten Mengen zur Ernährung von Zellen und Immunsystem bei. Darüber hinaus liefern sie natürliche Antioxidantien, die in der Lage sind, zellschädigende freie Radikale zu fangen.

Immer häufiger werden viele ernährungsbedingte Probleme mit Haut, Fell, Darm und Immunsystem (nämlich Allergien oder Krebs) auf einen Mangel an diesen wichtigen Mikronährstoffen zurückgeführt. Eine Beigabe von Kräutern zur Optimierung der Hundeernährung finden wir daher besonders wichtig. Das ganzheitliche Marengo Fütterungskonzept setzt auf die positive Wirkung von wenigen, ausgewählten Kräutern wie Löwenzahn, Brennnessel, Fenchel, Mariendistelkraut, Birkenblatt etc., die diese wertvollen Mikronährstoffe als reine Nahrungsergänzung liefern, ohne medikamentös zu wirken.

Unsere Kräuter stammen aus Wildsammlung und haben eine gleichbleibende, hochwertige Qualität, die streng kontrolliert wird. Durch die schonende Aufbereitung werden sie für den Hundedarm aufgeschlossen und somit bioverfügbar. Wie alle Marengo Produkte sind sie frei von Antioxidantien und anderen synthetischen Zusatzstoffen. Bei Marengo werden Kräuter in den Sorten Premium, Junior, Native Way und Native Junior verwendet. Zusätzlich empfehlen wir zur täglichen oder auch kurzweisen Beifütterung die Marengo Kräuter-Kekse.

 

Was Sie über Marengo Kräuter wissen sollten

Wir verwenden ausschließlich Kräuter, die

Welche Kräuter sind enthalten?

Löwenzahn
stellt insbesondere natürliche Aufbaustoffe für den Stoffwechsel von Leber, Galle und Nieren zur Verfügung. Er liefert zudem Mikronährstoffe für Gelenke, Sehnen und Bandapparat und unterstützt so die natürliche Zellentschlackung.
Inhaltsstoffe: Germacranolide, Eudesmanolide (Bitterstoffe), Triterpene, Phenolcarbonsäuren, phenolische Verbindungen wie Flavonoide, Cumarinderivate und Taraxacosid, Phytosterole, Inulin und ein hoher Gehalt an Kaliumsalzen; (Taraxacin, Laevulin, Inulin, Sterole, Flavone, Carotine, Cholin)
Birkenblätter
liefern Mikronährstoffe für Nieren, Blase und Harnwege. Sie dienen besonders der Ernährung der Muskulatur auch z. B. bei rheumatischen Beschwerden.
Inhaltsstoffe: Flavonoide (insbesondere Flavonolglykoside), Hyperosid, Quercitin, Myrcetingalctosid, Phenolcarbonsäuren, Ascorbinsäure, ätherische Öle, Mineralsalze, Betulinsäure, Ascorbin, Logalin, Menyanthen, Phenol, Saponine, ätherisches Öl mit einem hohen Anteil an Salicylsäureesther
Brennnesselkraut
liefert Mikronährstoffe für die Nieren und den Zellstoffwechsel. Es fördert die Zellentschlackung im Bereich der Gelenke, des Bandapparates und der Muskulatur.
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, darunter Caffeoyäpfelsäure, aliphatische organische Säuren, Scopoletin, ferner Chlorophylle und deren Abbauprodukte, Carotinoide, darunter viel Lutein sowie Triterpene und Sterole, relativ viele mineralische Bestandteile (Kalium- und Kalziumsalze) darunter Selikate. In den Brennhaaren Histamin, Serotonin, Acetylcholin
Fenchel
liefert Mikronährstoffe für den Verdauungstrakt und ist reich an Vit. C.
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle insbesondere Fenchon und Anethol, Kieselsäure, Mineralsalze, Vit. A, Vit. E und insbesondere Vit. C
Mariendistelkraut
liefert Mikronährstoffe für Leber und Galle
Inhaltsstoffe: Flavone, Flavonoide, Bitterstoffe, biogene Amine, Gerbstoffe, Farbstoffe, Silybin, Silymarin, Ätherische Öle
 

Welche Aufbaustoffe sind in den Marengo-Kräutern enthalten?

Foto Kraeutersammlung  

Was sind Phytamine?

Phytamine sind pflanzliche Sekundärstoffe, die in Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, fermentierten Lebensmitteln und Kräutern enthalten sind.
Lange Zeit wurden Phytamine ausschließlich als relativ unwichtige 'Ballaststoffe' betrachtet, die für Farbe, Geruch und Geschmack der Pflanzen zuständig sein sollten. Mittlerweile hat sich diese Ansicht grundlegend geändert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung räumt den Phytaminen ähnliche Bedeutung wie Vitaminen und Mineralstoffen ein. Zudem werden Phytaminen über die Ernährung hinausgehende gesundheitsfördende Wirkungen zugesprochen (siehe unten).

Unter die Kategorie pflanzliche Sekundärstoffe bzw. Phytamine fallen mehrere tausend verschiedene Substanzen, die in folgende verschiedene Gruppen unterteilt werden:
Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Monoterpene, Protease-Inhibitoren, Phyoöstrogene, Sulfide, Phytinsäure.
Je nach Art der enthaltenen Phytamine werden folgende festgestellte Eigenschaften durch Untersuchungen und intensivste Forschungsarbeit verifiziert:

Was ist so besonderes an Phytaminen aus Kräutern?
Die Kraft der Phytamine aus Kräutern liegt insbesondere darin begründet, dass Kräuter eine einzigartige Komposition an Phytaminen quasi nach einem "Rezept" der Natur liefern.
Betrachtet man im Gegensatz dazu z. B. Obst oder Gemüse, erkennt man deutliche Unterschiede. So unterliegt die Vielfalt und auch die Art der in Obst und Gemüse enthaltenen Phytamine der Selektion durch eine vom Menschen kontrollierte Saatauswahl – leider vornehmlich unter dem Gesichtspunkt der Ertragmaximierung. Hier reduziert auch in zunehmender Weise die Genmanipulation des Saatguts die natürliche Artenvielfalt. Dadurch verarmt somit die Palette der Phytamine, so dass das Angebot an Phytaminen aus Obst und Gemüse in keiner Weise mehr mit der Vielfalt an natürlichen Aufbaustoffen aus naturgewachsenen Wildkräutern mithalten kann. Die Natur stellt nur in Form dieser Kräuter eine einzigartige Kombination und Vielfalt an Phytaminen bereit, die nicht durch Saatauswahl oder Genmanipulation vom Menschen verändert wurde.
Darum sind Wildkräuter noch ein ursprüngliches Stück Natur. Die naturbelassenen Phytamine leisten einen kraftvollen, natürlichen Beitrag für Zellernährung und Zellschutz. Mit den Marengo Kräutern können Sie die Kraft der Phytamine für Ihren Hund erfolgreich nutzen.

 

Was bedeutet bioverfügbare Form?

Produktphoto Marengo Kräuter-Kekse lose

Besonders zeichnen sich die Marengo Kräuter dadurch aus, dass alle Inhaltsstoffe in der sogenannten bioverfügbaren Form vorliegen. Im Gegensatz zu synthetisch hergestellten und isolierten Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren können die natürlichen Stoffe vom Organismus des Hundes bis zu 95% aufgenommen werden. Demgegenüber haben die synthetisch hergestellten Stoffe bzw. anorganische Mineralien in der Regel nur eine Bioverfügbarkeit von 5-10%.

Wir können diese hohe Bioverfügbarkeit durch die schonende Aufbereitung der Kräuter gewährleisten – durch das schonende Herstellungsverfahren der Extrusion im Trockenfutter oder in Form eines leckeren schonend gebackenen Kräuter-Kekses.

 

Was sind freie Radikale und natürliche Antioxidantien und wie wirken sie im Organismus?

Im Organismus entstehen im Zusammenhang mit Sauerstoff ständig sogenannte Freie Radikale, die aufgrund eines fehlenden Atoms sehr aggressiv gegen andere Zellen vorgehen, um das ihnen fehlende Teilchen zu ersetzen. Freie Radikale werden zwar regulär innerhalb des Immunsystems zur Abwehr von Krankheitserregern und zur Energiegewinnung eingesetzt und sind so in angemessener Anzahl notwendiger Bestandteil im Organismus, können aber bei zu hoher Anzahl körpereigene Zellen schädigen.
Aus diesem Grund setzt der Organismus als Gegenspieler zu den freien Radikalen natürliche Antioxidantien ein, die die von den Radikalen verlangte Oxidation (Sauerstoffreaktion) verhindern ("anti-oxidans"). Ohne näher auf die biochemischen Geschehnisse einzugehen, bleibt festzustellen, dass das Zusammenspiel von freien Radikalen und natürlichen Antioxidantien im Organismus nach festen Regeln abläuft und so ein natürliches Gleichgewicht besteht.

Leider kann es infolge von verschiedensten Stressfaktoren (fehlerhafte Ernährung, Belastung durch synthetische Zusatzstoffe, übermäßige körperliche Belastung, Stress etc.) zu sogenannten 'oxidativen Stresssituationen' kommen. In diesen oxidativen Stresssituationen steigt die Anzahl der freien Radikalen im Organismus an und es kommt zu einem Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und natürlichen Antioxidantien. Hier setzt das Marengo Konzept an.

 

Warum setzt Marengo auf natürliche Antioxidantien?

Produktphoto

Alle Marengo Kräuter enthalten eine Fülle an Mikronährstoffen wie z. B. Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und essentielle Aminosäuren sowie sekundären Pflanzenstoffe (Flavonoide, Flavone, Gerbstoffe, organische Säuren, Bitterstoffe, Saponine etc.).
Unter den sekundären Pflanzenstoffen sind es insbesondere verschiedene Polyphenole, Phenolsäurederivate sowie gallussäurehaltige Tannine, die nachweislich als natürliche Antioxidantien dem Körper durch die Aufnahme von Kräutern zugeführt werden können.

Kräuter können, wie oben bereits dargelegt, durch ihren hohen Gehalt an natürlichen Antioxidantien einen entscheidenden Einfluss auf das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und natürlichen Antioxidantien im Organismus des Hundes nehmen. Hierbei ist es von großem Vorteil, dass alle Marengo Produkte ausschließlich rein natürliche Antioxidantien aus naturbelassenen Kräutern enthalten. Natürliche Antioxidantien können nicht überdosiert werden, da eine Resorption im Organismus nur bei Bedarf stattfindet.
Hierdurch unterscheiden sich die Marengo Kräuter von fast allen anderen Ergänzungsfuttermitteln auf dem Markt, bei denen synthetische Antioxidantien in Form von synthetischen Vitaminen oder anderen chemischen Zusatzstoffen zugesetzt werden (Näheres siehe unter Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen).
Ganz davon abgesehen, ist die Wirkung von Vitaminen bzw. Antioxidantien in nativer (also naturbelassener) Form nachweislich deutlicher und nachhaltiger als die ihrer synthetischen Gegenspieler. Die Natur hält immer noch bessere Rezepte und somit auch mehr Möglichkeiten für uns bereit als jedes Chemielabor.

Kräuter und deren Inhaltsstoffe dienen also nicht nur der Zellernährung, sondern auch dem Zellschutz. Zellernährung und Zellschutz sind die notwendigen Voraussetzungen für ein intaktes Immunsystem, gesunde Haut, glänzendes Fell, körperliche und seelische Leistungsfähigkeit sowie das Regenerierungsvermögen von Knochen, Sehnen, Rücken und Gelenken.

Unsere Quellen und Literaturempfehlungen

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co. KG
Aktualisiert März 2016

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