Leishmaniose

Galgo Hündin Amena

 

Grundsätzliches zur Leishmaniose

Nicht nur der Mensch, auch der Hund kann sich in südlichen Regionen mit der Leishmaniose infizieren. Bei Urlaubsreisen mit dem Hund oder für neue Halter eines Tierschutzhundes aus dem Süden ist es daher sinnvoll, sich im Vorfeld mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen. Dies besonders, weil sie in verschiedenen Formen auftritt und manchmal schwer zu erkennen ist.

Die Leishmaniose ist eine in den tropischen und subtropischen Gebieten der Welt verbreitete Erkrankung, die durch parasitäre Einzeller, die Leishmanien, hervorgerufen und durch den Stich der weiblichen Sandmücke bzw. Schmetterlingsmücke auf Mensch oder Hund übertragen werden kann. Es werden drei verschiedene Hauptformen der Leishmaniose unterschieden:

Da ein Ausbruch der Erkrankung einzig und allein von der Stabilität des Immunsystems abhängt, reicht die Inkubationszeit von 3-7 Monate bis hin zu einigen Jahren. Weil die Inkubationszeit so unbestimmt ist, ist es häufig schwierig, die Leishmaniose auch als solche zu erkennen.

Die Leishmaniose ist eine sog. Zoonose; das heißt, eine Übertragung von Hund auf Mensch bzw. von Hund auf Hund ist möglich. Sie ist aber in der Praxis sehr unwahrscheinlich bzw. noch nicht festgestellt worden. Sowohl Menschen als auch Hunde können natürliche Resistenzen gegen Leishmaniose aufbauen. Schätzungen zufolge wurden in manchen mediterranen Regionen fast 50% der einheimischen Bevölkerung mit Leishmanien infiziert, ohne an Leishmaniose zu erkranken.

Es handelt sich aber trotzdem um eine ernsthafte Krankheit, die unter ungünstigen Umständen zum Tod des Hundes führen kann. In Deutschland ist die Hundeleishmaniose durch den in den letzten Jahren vermehrt aufgekommenen Import südländischer Hunde bzw. durch Reisen mit Hunden in die betreffenden Länder zum aktuellen Thema geworden.

 

Symptome der Leishmaniose

Je nach Art der Leishmaniose entwickeln sich die unterschiedlichsten Symptome. Dass das Symptombild der Leishmaniose so vielfältig ist und ferner teilweise in Schüben auftritt, macht es relativ schwierig, diese Krankheit zu erkennen.

Zu den Symptomen beim Hund gehören: Abmagerung, Appetitmangel oder Fieberschübe sowie Hautveränderungen, Fisteln und Geschwüre. Erste Anzeichen einer Leishmaniose sind häufig Haarausfall und Schuppenbildung im Bereich der Augen (die sog. Brillenbildung), des Ohrrandes oder der Nasen. Die schuppigen, schorfigen oder teilweise nässenden Hautveränderungen können sich auf Hals, Rücken, Gliedmaßen und Pfoten ausbreiten. Im Pfotenbereich verursachen sie aufgrund von Krallenbettentzündungen nicht selten ein übermäßiges Krallenwachstum. Weitere Symptome sind: Blut in Harn oder Kot, Nasenbluten, Lymphknotenschwellungen, Milz- und Lebervergrößerung, Muskel- und Gelenkprobleme sowie Verdauungsstörungen wie Durchfälle, Erbrechen etc.

Im Zusammenhang mit der Leishmaniose ist es wichtig zu wissen: viele Hunde, die über Tierschutzorganisationen aus den südlichen Ländern nach Deutschland gelangen, weisen solche Symptome auf, da die jeweilige Lebensgeschichte oft Stoffwechselerkrankungen bzw. andere Krankheitssymptome hinterlassen hat. Das heißt aber nicht zwingend, dass sie an Leishmaniose erkrankt sind. Nicht jeder Hund, der aus dem Süden kommt und abgemagert ist bzw. Durchfall oder Hautveränderungen zeigt, ist auch an Leishmaniose erkrankt!

 

Nachweisverfahren

Aktuell werden insbesondere drei Nachweisverfahren genutzt.

Leishmaniose-Antikörper-Titer (LAT)

Die Leishmaniose-Antikörper-Titer- (LAT-) Bestimmung ist das am häufigsten angewandte, aber leider kein absolut sicheres Nachweisverfahren. Hierbei handelt es sich um einen serologischen Antikörpernachweis (Titer-Bestimmung) aus Blutserum. Es gibt zwar mittlerweile eine spezielle Titerbestimmung nur für Leihmaniose-Erreger, aber unter Umständen kann es zu sogenannten Kreuzreaktionen z. B. mit Babesioseerregern kommen. Ein Anstieg des Titers kann daher auch bedeuten, dass der Hund an Babesiose etc. leidet. Darüber hinaus kann sich ein positives Leishmaniose-Testergebnis auch infolge von Stress, Wurmkuren, Impfungen, Medikamenten, Operationen etc. ergeben. Nach einer bereits überstandenen Leishmaniose bleibt der Titer ebenfalls erhöht. Im schlimmsten Fall muss also eine gesunde Körperreaktion für eine falsche Leishmaniose-Diagnose herhalten. Grundsätzlich ist die Titer-Bestimmung daher kein ausreichendes Mittel, den Verdacht auf Leishmaniose auch definitiv zu bestätigen.

Direkter Erregernachweis (mikroskopisch oder durch Kultur)

Ein relativ sicherer, direkter Erregernachweis kann durch die Entnahme eines Punktats aus Lymphknoten oder Knochenmark erfolgen. Dieser Test ist aber mit einem Eingriff, größerem Aufwand und Unannehmlichkeiten für den Hund verbunden, so dass er in der Praxis nur selten zur Anwendung kommt. Es gibt auch nur wenige Labore, die diesen Test überhaupt durchführen können.

Nachweisverfahren mittels PCR (Polymerase Chain Reaction)

Hierbei handelt es sich um den Nachweis der Erbsubstanz einer einzelnen Leishmanie im Knochenmark des Hundes. Auch dieses Verfahren ist aufwendig und kostenintensiv. Darüber hinaus liefert es kein sicheres Ergebnis.

Lassen Sie den Titer-Test gegenchecken!

Ganz wichtig: ein positiver Leishmaniose-Antikörper-Titer (LAT) sollte immer ein zweites Mal gegengeprüft werden. Danach sollte die Verifizierung über ein Punktat erfolgen. Erst wenn definitiv eine Leishmaniose festgestellt wurde, ist der Einsatz von Medikamenten gerechtfertigt.

 

Medikamente

Aufgrund der gravierenden Nebenwirkungen erweist sich die Behandlung von Leishmaniose mit Medikamenten als schwierig. Häufige Anwendung finden Allopurinol sowie Glucantime und Levamisole.

Allupurinol zum Beispiel wird in der Humanmedizin als Gichtmittel eingesetzt. Beim Hund findet es in Kombination mit anderen Medikamenten Verwendung bei der Leishmaniose-Behandlung. Es unterbindet im Organismus den Abbbau von Purinen zu Harnsäure, wodurch der Harnsäurespiegel absinkt. Hierdurch können Harnsäureablagerungen im Gewebe leichter abgebaut werden. Gleichzeitig wird deren Neubildung erschwert. Allerdings müssen die anfallenden Vorstufen der Harnsäure, die sog. Xanthine, über die Nieren ausgeschieden werden.

Die Nebenwirkungen von Allupurinol, so etwa Leber- und Nierenstörungen, können gravierend sein. Auch andere Medikamente, so etwa die in schweren Fällen verwendeten Antimonpräparate, bringen große Belastungen mit sich, etwa für die Leber. Der Einsatz solcher Medikamente ist nur sinnvoll, wenn eine Leishmaniose wirklich zweifelsfrei vorliegt. Wenden Sie sich auf jeden Fall an einen kompetenten Tierarzt, der anhand der klinischen Symptomatik mit Einfühlungsvermögen eine individuelle Therapie durchführt.

Eine Leishmaniose ist kein Todesurteil für Ihren Hund!

Ganz wichtig ist auch: eine Leishmaniose-Erkrankung ist kein Todesurteil für den Hund. Durch die Stabilisierung des Immunsystems mittels richtiger Ernährung, Haltung und Pflege kann der Leishmaniose-Hund in Verbindung mit angemessenen therapeutischen Maßnahmen geheilt werden und ein langes, lebenswertes Leben führen.

 

Natürliche Ressourcen aktivieren: die Marengo Leishmaniose-Diät

Bei der Marengo Leihmaniose-Diät stehen Stärkung und Stabilisierung des Immunsystems sowie Entlastung des Stoffwechsels im Mittelpunkt. Denn ein gesundes Immunsystem kann sich erfolgreich gegen den Ausbruch einer Leishmaniose wehren. Auch bei der Bekämpfung einer bereits vorliegenden Leishmaniose spielt das Immunsystem eine sehr wichtige Rolle.

Marengo bietet auf Basis der 63-Tage-Diät ein Spezialfutter-Set für leishmaniosekranke Hunde an. Mit seinem stoffwechselfreundlichen und das Immunsystem entlastenden Fütterungskonzept erleichtert dieses Starter-Set den Einstieg in die Leihsmaniose-Diät. Neben detaillierten Infos enthält es auch Futtermengentabellen und einen genauen Diätplan. Ausführliche Informationen sowie praktische Fütterungsanleitungen finden Sie auch unter Diäten/Leishmaniose.

Ganz wichtig in puncto Ernährung: das Marengo Konzept zeigt mit ausschließlich hochwertigen Komponenten, zusatzstofffreien Produkten, speziellen Diäten, natürlichen Pflegemitteln und anderen effektiven Maßnahmen einen praxisnahen und erfolgreichen Lösungsweg für Hunde mit Leishmaniose auf. Dieser Weg kann erheblich dazu beitragen, die Lebensqualität eines leishmaniosekranken Hundes zu verbessern.

Marengo setzt zur schonenden Aufbereitung der Zutaten bewusst auf ein modernes Herstellungsverfahren, die Extrusion. Diese ermöglicht eine hohe Bioverfügbarkeit der im Futter enthaltenen Nährstoffe und trägt so zur Entlastung von Stoffwechsel und Immunsystem bei.

Marengo Stoffwechsel-Diäten

In der Praxis stehen bei manchen Hunden mit Leishmaniose Symptome im Vordergrund, die nicht nur auf die Krankheit an sich, sondern auch auf schlechte Blutwerte zurückzuführen sind. Hier ist häufig eine spezielle Diät angezeigt.

Leber- oder Nierendiät

Eine Leishmanioserkrankung belastet in erhöhtem Maße Leber und Nieren. Kommt ein leihmaniosekranker Hund mit schlechten Blutwerten in die Beratung, sollte direkt eine Marengo Leber- oder Nierendiät angeraten werden.

Blutwerte im Auge behalten

Im Zusammenhang mit Leishmaniose sind regelmäßige Blutuntersuchungen wichtig. Die Erkrankung selbst, aber auch die Nebenwirkungen der verordneten Medikamente können zu Verschlechterungen der Leber- und Nierenwerte führen. Dann ist eine temporäre Diät empfehlenswert. Einige Tierärzte empfehlen im Zusammenhang mit der Gabe von Allopurinol bei Leihmaniose eine purinarme Ration zur Entlastung der Nieren. Hierbei kann es in puncto Ernährung zu Problemen kommen, da der Hund als Fleischfresser auf eine ausreichende Menge an Fleisch angewiesen ist. Fleisch ist aber natürlicherweise immer purinreicher als Getreide oder Gemüse.

 

Purinarme Ernährung bei Gabe von Allopurinol

Marengo reguliert alle Diäten auf einen mittleren Puringehalt ein, um die Versorgung mit tierischen Eiweißen zu gewährleisten und gleichzeitig die Nieren nicht unnötig zu belasten. Zudem beachtet Marengo auch andere nierenfreundliche Parameter, die der Tierarzt häufig nicht anspricht. Marengo enthält keine synthetischen Zusatzstoffe und synthetische Vitamine, nur moderate Eiweiß- und Rohaschegehalte sowie ausschließlich hochwertige, stoffwechselfreundliche Komponenten. Ferner plädieren wir für einen maßvollen Umgang mit chemischen Präparaten und Medikamenten.

Ausführliche Informationen finden Sie unter Puringehalt in der Fütterung von leishmaniosekranken Hunden

 

Spontanheilungen bei Hunden – gibt es das?

Spontanheilungen bei Hunden sollten nicht ausgeschlossen werden. Laut Pschyrembel, dem klinischen Wörterbuch, kann beim Menschen im Fall einer kutanen Leishmaniose (leishmaniasis tropica minor, leishmaniasis tropica major) in der Regel auf eine Therapie verzichtet werden, weil es regelmäßig zu Spontanheilungen kommt. Also wird das Wort Spontanheilung auch im Zusammenhang mit der Leishmaniose benutzt – wenn auch abhängig vom Erreger. Auch gibt es im Humanbereich immer wieder Menschen, die durch die Veränderung der Lebensumstände und eine psychische Regeneration eine an sich tödliche Erkrankung wie Pest oder Krebs überleben. (Quelle u. a. Wolf Eberhard Büntig, Krankheit als Chance). Da zudem ein stabiles Immunsystem die beste Prophylaxe auch für Leishmaniose bildet, warum sollten dann Spontanheilungen beim Hund nicht möglich sein?

 

Wie schütze ich meinen Hund vor Leishmaniose?

Einen absoluten Schutz vor dieser Erkrankung gibt es nicht. Weder die auf dem Markt befindlichen chemischen Protectorbänder, die chemischen Pflegepräparate noch eine Impfung sind ein Garant dafür, dass Ihr Hund nicht erkrankt. Außerdem stellt sich bei den chemischen Präparaten wie immer die Frage, ob der gebotene Schutz in einem angemessenem Verhältnis zu der Belastung der Gesundheit des Hundes steht. Auch die Leishmanioseimpfung, an der schon seit längerer Zeit geforscht und getestet wird, die aber noch nicht offiziell im Einsatz ist, wirft die üblichen Fragen auf: deckt der jeweilige Impfstoff wirklich das Erregerspektrum ab? Was ist mit Impfschäden, Nebenwirkungen etc.? Ob man sich für den Weg der chemischen Keule entscheidet oder nicht, muss jeder Hundebesitzer eigenverantwortlich selbst entscheiden. Wir können an dieser Stelle nur grundsätzliche Tipps geben.

Bevor Sie mit Ihrem Hund eine Reise in mediterrane Länder unternehmen möchten, sollten Sie sich fragen, ob der Hund wirklich mit muss oder ob ein anderes Reiseziel vielleicht nicht auch interessant ist. Ist das Immunsystem Ihres Hundes geschwächt, sei es durch eine chronische oder gerade überstandene, akute Erkrankung, sollten Sie den Hund zu Hause lassen oder die Reise verschieben.
Grundsätzlich gilt: der beste natürliche Schutz vor Leishmaniose ist ein stabiles Immunsystem. Darum sollten Sie Ihren Hund auch nicht kurz vor dem Urlaub entwurmen, impfen oder mit chemischen Pflegepräparaten behandeln. Führen Sie diese Aktionen, sofern sie nötig sind, mindestens vier Wochen vor der Reise durch, damit das Immunsystem sich stabilisieren kann.
Versuchen Sie, die Anreise so stressfrei wie möglich für Hund und sich selbst zu gestalten. Übermäßiger Stress schwächt das Immunsystem. Am Urlaubsort selbst sollten Sie bedenken, dass die Sandmücken eigentlich nur in der Dämmerung und nachts aktiv sind. Halten Sie deshalb Ihren Hund in dieser Zeit möglichst im Haus.

Es ist also durchaus möglich, Ihren Hund vor einer Infektion zu schützen. Aber auch im Falle einer Ansteckung kann er mit der richtigen Kombination aus medizinischer Therapie und angemessener Ernährung, die seine besonderen Bedürfnisse berücksichtigt und sein Immunsystem stärkt, durchaus noch viele Jahre verbringen.

Weitere Informationen zum Thema unter Immunsystem 2
Immunsystemschwächende Faktoren in der Praxis

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co.KG
Aktualisiert September 2016

Marengo in den sozialen Netzwerken

Sie möchten mehr Informationen über Marengo erhalten oder würden gern über Aktuelles auf dem Laufenden sein?
Dann verfolgen Sie unsere Aktivitäten in sozialen Netzwerken.
Werden Sie Fan bei Facebook, indem Sie auf unserer Seite auf "Gefällt mir" klicken!
Besuchen Sie uns auf Google+
nach Oben